Sonntag, 12. März 2017

Eine Liebeserklärung



Am 4. März 2017 ging ich in Begleitung einer lieben Freundin in Hamburg der Großen Freiheit 36 entgegen, in der an diesem Abend das Two DoorCinema Club Konzert stattfinden sollte.


Doch warum gehe ich eigentlich auf Konzerte? - Wegen der Musik, die auf meiner Soundanlage zuhause eigentlich viel besser klingt, als die überregelten Live-Versionen? Oder etwa wegen der berühmten „Atmosphäre“, die sich eigentlich jederzeit einfach durch zwei besoffene Pöbel in dicke Luft auflösen kann? Dem Drang, laut mitzusingen und die Stimmbänder zu strapazieren, um den nächsten Tag stumm in einer Ecke zu verbringen? Oder wegen der anderen musikbegeisterten Leute, mit denen ich ins Gespräch komme, aber eigentlich eh nie wieder sehe?
Auch. Aber nicht in erster Linie.



Im Mittelpunkt steht nicht die Musik an sich. Sondern der Künstler. Die Lieblingsband, die ich endlich live sehe. Das ist mir bei diesem Konzert klarer geworden als zuvor. Denn diese musikalische Veranstaltung war nicht so, wie ich mir ein perfektes Konzert vorstelle -
aber trotz allem ein Erlebnis, das im Nachhinein ausschließlich positive Gefühle bei mir auslöst. Die Sachen, über die ich mich während des Abends kurz geärgert habe – wie ein zeitweise schlechter Sound oder andere Teile des Publikums, die bei einem Test der Kategorie „Wie benehme ich mich bei einer Konzertveranstaltung“ glatt durchgefallen wären, sind längst verblasst.


Geblieben ist dafür das verschmitzte Lächeln von Sänger Alex Trimble, als er hörte, wie der gesamte Saal seinen Song singt. Das Weinglas, das er unbeschwert in seiner Hand hielt, während andere Musiker wohl eher standardmäßig einen Schluck aus der Bierflasche genommen hätten. Die Tatsache, dass ich in der zweite Reihe stand, nah genug um zu erkennen, dass Alex drei mega fancy Ringe trug, wovon einer mit einem rosé-farbenen, rechteckigen Stein geziert wurde.


Außerdem habe ich mich an diesem Abend verliebt. In die Musik, der ich eigentlich schon vor dem Konzert verfallen war. Aber die Stimme von Alex live zu hören, war ein prägendes Erlebnis, das meine Begeisterung für Two Door Cinema Club auf ein neues Level gehoben hat. Und deshalb gehe ich auf Konzerte. Für diese Erfahrung. Kleine Details, Gesten, die Menschen zu sehen, die hinter meiner Lieblingsmusik stecken.




Das verpackt in einer coolen Show macht alles noch schöner. Und die Show an diesem Abend, den 4.März, war cool! Sam Halliday, Kevin Baird und Alex Trimble haben ihr treffend ausgewähltes Set an alten Songs und neuen Titeln vom „Gameshow“ Album gerockt. Stets eingetaucht in athmosphärische Licheffekte. Das war wirklich heiß. Genauso treffend wie die Songs, war die Wahl der Supportacts. Blaenavon und Parcels haben die Stimmung im Saal erfolgreich aktiviert und haben überaus gut zum Gesamten gepasst..





Das Gesamte. Eine großartige Erinnerung. Und mit jedem Lied von Two Door Cinema Club, das ich mir demnächst anhöre, werde ich dankbar in den damit verknüpften Erinnerungen und unbeschreiblichen Emotionen schwelgen. 







Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele! Geniales Konzert, das ruft gerad wieder alle Erinnerungen wach! :) Echt toll geschrieben 😄😍

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    1. Vielen Dank!
      Ja das Konzert war Spitze! Ich freue mich schon aufs nächste Mal

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  2. Hi Annekatrin,

    ein schöner lebendiger Bericht, der die Stimmung des Konzerts sehr gut einfängt. Auch wenn es nicht meine Musik ist, macht es Spass, Deinen Konzertbericht zu lesen.

    Fussige liebe Grüsse, Jana

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    1. Danke Jana! Es freut mich, wenn ich die Stimmung mit meinen Worten so einfangen konnte, dass es Dir Spaß macht, ihn zu lesen - obwohl die Band nicht dein Genre ist :)

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