Sonntag, 19. November 2017

COWBOYS UND POPSTARS



Ein schwerer, schwarzer Vorhang verhüllt die Rückseite der Bühne. Ganz im Kontrast zu den weiß leuchtenden Buchstaben, die auf den dunklen Hintergrund projiziert werden. Ein Schriftzug. Drei Worte. The Night Game.

Es ist Donnerstag, der 9. November 2017 und ich befinde mich in der Kantine am Berghain. Anders als der Name vermuten lässt, werden hier jedoch keine faden Mahlzeiten, sondern vielmehr die freshesten Tunes der Musikwelt aufgetischt. So ist der berliner Club auch Schauplatz für Sänger Martin Johnson, der dort dem Publikum die musikalischen Produkte seines neuesten Bandprojekts serviert.






Importiert aus Amerika und zum ersten Mal auf deutscher Bühne - acht Songs à la 80s-Synth-Pop. Poliert und mundgerecht hergerichtet. Ein Sound, der mich trotz "radiotypischer" Refrains überzeugt und dessen eingängige, mit Pepp gewürzten Melodien ihren catchy Charakter nicht verfehlen.

Folglich lässt auch mich die geheime Zutat der Lieder von The Night Game nicht unberührt. Spätestens bei dem finalen Lied der Show findet sich meine Faszination in einer Welt wieder, in der es ganz und gar nicht seltsam ist, wenn Popstars in Skinny Jeans und Cowboys zusammen einen Song über unerreichbare Liebe performen.




Die letzten Töne erklingen mit dem Lied "Bad Girls Don't Cry". Mein Lieblingslied des Abends und der perfekte Anlass, um zu einem dynamischen Rhythmus die angestaute Freude und Energie herauszutanzen. Andererseits aber auch ein Moment, der mich nach dem viel zu kurzen Konzert mit einer einzigen Frage zurücklässt: Wann kann ich endlich all diese Songs zuhause in Dauerschleife konsumieren? 

"She told me 
 Bad girls don't cry" 




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LIEBLINGSBAND: PARCELS