Dienstag, 14. November 2017

EIN STÜCK VERTONTE BANDGESCHICHTE

© Georg Fraunhofer

"Iggy Karat". Elf individuelle Songs vereint zu einem Gesamtwerk, das für die Band Take Off Your Shirts mehr ist, als nur ein weiterer Meilenstein in ihrer Diskographie. Denn ihr Debütalbum, das am 15. November 2017 erscheint, ist zugleich ein "Stück vertonte Bandgeschichte".

Von ihrer Gründung vor acht Jahren, über einige Besatzungswechsel, bis hin zu dem, was die Regensburger Band bestehend aus den vier Mitgliedern Timo, Markus, Georg und Florian heut ist - an Inspiration für ihr aktuelles Projekt durfte es nicht gefehlt haben. So wurden beispielsweise ältere, bereits existierende Song-Rohversionen aufpoliert und ebenso wie treue Bühnenbegleiter, die schon bei manchen Auftritten erprobt wurden, dem Album hinzugefügt.

Nach zwölf Monaten Arbeit an den Aufnahmen für "Iggy Karat" folgt den bislang veröffentlichten EPs "Noah" (2016) und "We look good from afar, but far from good" (2013) nun ein Werk, das neben dem für Take Off Your Shirts charakteristischen Gitarren-Indie-Rock außerdem die Vielseitigkeit der Band widerspiegelt.





Zu Beginn ein fesselnder Auftakt mit dem rockig mitreißenden "See You Later". Eine ausgelassene Stimmung, die sich auch während der nächsten Lieder fortsetzt. Die zum Tanzen animiert. Und die durch die Ecken und Kanten eines rauen Klangs, mein Interesse geweckt hat. Eine, die erste Albumhälfte prägende, Lebhaftigkeit und energetische Rhythmik werden einzig bei dem Song "Gyroscope" durch überflüssige Tonhöhen-Änderung im Refrain mit unpassender Schwerfälligkeit behaftet.

Mehr Pop-Einfluss durfte das Lied "Srong Hope" erfahren und auch die etwas weichere Seite der Band wird repräsentiert. "Anxiety" wirkt wie eine Zäsur in dem Album, mit gezähmter Gitarre und ruhigem Klang. Dann ein flüssiger Übergang zum neunten, mysteriös anmutenden Track, der im Kontrast zu seinem Vorgänger auch wieder Drive aufweisen kann. Bevor mit "Stars On My Shoulder" und "Pure" der Schluss und ein Wechselspiel zwischen laut und leise anklingt.


   


"Iggy Karat" ist ein grooviges Gesamtwerk, dessen Stärke in den rockigen Parts liegt. Wiedererkennungsmerkmal: Intensive Gitarren. Besonderer, teilweise rau und verrucht klingender Gesang. Songs, die mit ihrer Energie und Dynamik das künftige Konzertpublikum auf der kommenden Tour zum Schwitzen bringen werden.


Meine Lieblingslieder:


/ "See You Later" / "Reflections" / "The Void Of The Siren" / 

Drei Songs, die sich genau in den eben beschrieben Gitarren-Rock-Landschaften bewegen. Catchy Melodien im Einklang mit Lyrics, die den nächsten Ohrwurm garantieren.


"My body tells me it’s firing  
 Into the void of the siren"


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

leave a comment