Samstag, 9. Februar 2019

AUFRÄUMEN MIT MARIA-LUIZA

10 Songs aus meiner nnteen Playlist


Klausuren vorbei. Kopf wieder frei. Im Gegenteil zur Wohnung, in der sich der ganze Müll vergangener Tage angesammelt hat. Durch eine Ordnung des Wissens im Kopf war der Platz auf Fußboden, Schreibtisch und überall sonst, wo man Dinge abstellen kann, zweitrangig. Nun ist es an der Zeit zu wirbeln und zu wedeln. Den Staub zu verschlucken, beim lauten Mitsingen aufmunternder Lieder. 

Temporex / The Right Place
Eine Minute wohliger Klänge, die wie eine warme Dusche hinabrieseln. Tonfolgen, die ins Rückenmark kriechen und meine Mundwinkel zum Lächeln reizen. Wer möchte sich nicht einfach in diese Melodie reinlegen?



Beirut / Santa Fe
Das vor Kurzem erschienene Album "Gallipoli" ist Mittel gegen zu viele Gedanken und erster zaghafter Sonnenschein nach der dunklen Jahreszeit. Doch auf eine unbeschwerte Reise durch vorbeihuschende Landschaften nahm mich bereits das Lied "Santa Fe" mit. Neugierig und aufgeschlossen.



The Memories / Dancing in My Dreams
Träumen ist faszinierend. Wo sonst sieht man aus dem Fenster Fremde barfuß über den Gehweg tanzen. Oder sind wir es selbst, verträumt in einer willkürlichen Fantasie?


Airplanes / A Summer Daydream, Pt. 1
Beim Entrümpeln springt mir die Ukulele entgegen. So klein und fröhlich und gelb. Sommerlich, auch wenn die Füße in dicken Socken stecken, statt von weichen Wellen umspült zu werden. Die Vorstellung für einen Moment, nicht den Staub von der Wolldecke zu schütteln, sondern Sandkörner der französischen Südküste. 



Wild Nothing / Chinatown

Manche Lieder transportieren dieses Gefühl als sei man Teil eines Films. Bei "Chinatown" ist das so. Dann bin ich Akteur und Zuschauer zugleich von einem dieser Happy-End-Streifen. Ein bisschen alternativ, aber nicht zu sehr, sodass die Montagen ausschließlich von unschuldigem Glück durchsogene Szenen beinhalten.


The Walters / Fancy Shoes
Ich gebe zu, vielleicht ist dieser Song etwas melancholisch und nicht aufmunternd. Aber er ist toll. Unbeschwert und träge zugleich. Wehmütig einerseits, trotzdem scheint er verschmitzt zu schmunzeln. Und ein Typ, der extra fancy shoes anzieht, um seine Herzdame durch die Nacht zu geleiten.



The Clash / Janie Jones

Ein Klassiker. Upbeat. Damit ich wieder auf das Thema des produktiven Aufräumens zurückkomme. Offenes Fenster und The Clash volle Lautstärke aufgedreht, ohne ein schlechtes Gewissen wegen unserer Nachbarn zu haben. Meiner Auffassung nach gehört diese Band zu jenen, die jeder gern hört (gleiches gilt auch für Talking Heads). Verrückt, oder?



Quiet Oaks / Laugh It Up

Wie ein Auto, das sich von Weitem durch ein näherndes Wummern ankündigt. Das Radio aufgedreht, heruntergekurbelte Fenster. Dann beim Vorbeizischen explodiert der Sound neben dir, bevor er sich wieder entfernt. Im Windschatten die Frage, wo es eigentlich hingehen soll.



Jelani Blackman / Not You

Ganz ehrlich, wer tanzt beim Saubermachen nicht durch seine Flure, den Mop in der Hand? Folgender Song und die unglaublich intensive Stimme von Jelani Blackman ermutigen dazu, genau das zu tun. Sich an düsteren Klängen entlangzuhangeln und besonders zu diesem Katabasis Thema vor dem letzten Refrain selbstbewusst das Tanzbein zu schwingen.



Champyons / Maria-Luiza

Nicht unschuldig daran, dass bei mir nun wieder alles blitzt und glänzt, ist auch "Maria-Luiza". Sich aufraffen. Schwung. Und ein Rhythmus mit Spannungsbogen. Bereit, nachdrücklich gezielte Probleme in tatkräftige Motivation aufzulösen. 



Der erste Frühjahrsputz hinter mir. Songs, die mich vom letzten Jahr bis hierhin begleitet haben. Nun für neuen Elan und Struktur, frische Ideen sorgen. Vielleicht findest du in den zehn vorgestellten Songs (oder einem der weiteren 67, neuen oder alten, upbeat oder atmosphärischen Songs der Playlist) ebenso Motivation. Volle Fahrt voraus.




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