Sonntag, 29. September 2019

AUSKLANG UND AUFTAKT

Meine Konzerttermine für Oktober 2019

Kaum habe ich für das Reeperbahn Festival den Weg nach Hamburg angetreten verschmieren Regentropfen meine Frontscheibe. Und es fühlt sich an wie die ersten Anzeichen des Herbsteinbruches. Die vier Tage auf der Reeperbahn sind für mich auch noch das letzte Festival dieses Jahr. Sommerzeit und Freiluftsaison finden somit ihren (ganz und gar nicht stillen) Ausklang. Und eine Verschmelzung von Clubkultur mit ganztäglichem Live-Musik-Programm bieten gleichzeitig gebührenden Auftakt für die anstehenden dunklen Monate mit schillernden Konzerten.

Xul Zolar / 2. Oktober in der Kantine am Berghain, Berlin
Ein Quartett aus Köln dessen Bandname bei mir intergalaktische Assoziationen weckt. Und so auch ihre Musik. In sanften Songs setzen Synth-Melodien Highlights wie ein leuchtender Neon-Schriftzug in der Nacht. Das Gefühl von Weite, wenn man erstmal vom Boden abhebt und tranceartig durch die Atmosphäre schwebt. Ende August haben Xul Zolar Ihre EP "Nightfalls" veröffentlicht, jetzt stehen sie auf den Bühnen Deutschlands. Alle Tourdaten gibt es hier.



Ten Tonnes / 5. Oktober im Privatclub, Berlin

Schon lange nahm ich mir vor, ein Konzert von Ten Tonnes zu besuchen. Jetzt ist es an der Zeit. Eine Gitarre und eine Stimme, warm wie am Lagerfeuer. Songs wie der Eintritt ins traute Heim, eine Umarmung oder frischer Apfelkuchen. Vielleicht veranlasst gerade dieser heimelige Charakter, dass sich Melodien mit Ohrwürmern einnisten. Und unterstützt wird der junge Brite von The Flavians - ein Wiedersehen nach dem Reeperbahn Festival, das ich  mit Vorfreude begrüße. Alle Tourdaten gibt es hier.



Nick Murphy fka Chet Faker / 15. Oktober im Tempodrom, Berlin

Vor einem Jahr beim Dockville verpasst, hole ich nun mit dem Oktobertermin einen Auftritt des australischen Sängers nach. Nick Murphy, oder vor einigen Jahren noch Chet Faker, ist Schuld, dass ich mir vor fünf Jahren Rollschuh gekauft hab (fahren kann ich damit immer noch nicht). Damals hab ich nicht auf dem Schirm gehabt, dass außer "Gold" noch mehr hypnotisierende Songs aus der Feder Nick Murphys existieren. Heute bin ich fasziniert von den schillernden, gleichzeitig düsteren Klängen und der angenehmen Stimme, die einsame Stunden sowie Tanzflächen füllt. Alle Tourdaten gibt es hier.



Ankathie Koi / 17. Oktober in der Kantine am Berghain, Berlin

Schrill und frech. Und eine Zeitmaschine, bei der ich lebhaft in ein vergangenes Jahrzehnt zurückversetzt werde, das ich gar nicht miterlebt habe. Das sind die Songs von Ankathie Koi. Bereits auf dem diesjährigen Kosmonaut Festival durfte ich mich live von ihrer ansteckenden, schrägen Art und den absolut tanzbaren Rhythmen überzeugen. Ich bin begeistert und empfehle daher einen Abend mit schwingender Hüfte unter Einfluss dieser akustischen Zeitreise. Schulterpolster oder Aerobic-Dress ausgepackt - alle Tourdaten gibt es hier.



The Amazons / 18. Oktober im Musik & Frieden, Berlin

Oh wie hab ich vor zwei Jahren das Debütalbum von The Amazons dauergehört. Ganz versunken in den vollen, fast euphorischen Klangkonstrukten. Bei der Stimme vom Sänger des Quartetts aus Reading wird mir warm ums Herz, selbst an den kältesten Tagen. Jetzt ist schon das zweite Album "Future Dust" draußen und ich bekomme immer noch Freudentränen. Durch das Gefühl dieser alles überwindenden Furchtlosigkeit. Am besten ich seh mir das noch einmal genau bei einem Konzert an. Alle Tourdaten gibt es hier.



Cari Cari / 21. Oktober im Festsaal Kreuzber, Berlin
Das Duo Cari Cari habe ich ebenfalls auf der Bühne des Kosmonaut Festivals gesehen. Davor kannte ich nur den Song "Summer Sun" und hatte mir entspannte Melodien und Tagträume von Roadtrips in der untergehenden Sonne vorgestellt. Diese Vorstellung erfüllte sich. Und wurde noch um einiges erweitert. Schleichende Rhythmen, abwechslungsreiche Instrumentation und Ausgelassenheit im Wechsel mit der Spannung, was als nächstes kommt. Wie ein Löwe auf der Pirsch in der Savanne. Die Füße haben das Gras staubig getanzt und die Laune war gut. Bitte nochmal, im Festsaal. Alle Tourdaten gibt es hier.



LUI HILL / 24. Oktober in der Kantine am Berghain, Berlin

Wer erinnert sich noch an meine Reise zwischen den Sternen beim letzten LUI HILL Konzert in Hamburg? Dem brauche ich meine Pläne für den 24. Oktober nicht mehr erklären. Hinzuzufügen ist jedoch, dass es seit dem neue Songs gibt! Die bereits veröffentlichten "I Owe You" und "Blame It On Me". Und ich hoffe noch auf den ein oder anderen unbekannten Ton beim Konzert. Genug bekomme ich von dem geheimnisvollen Flair und der leuchtenden Energie nämlich nicht. Alle Tourdaten gibt es hier



Roy Blair / 27. Oktober in der Kantine am Berghain, Berlin

Lang habe ich diesen amerikanischen Künstler noch nicht auf dem Schirm. Doch irgendwie hat es der bunte Schopf in meine Playlist geschafft und mich auf etlichen Zugfahrten begleitet. Die Auszeit nach einem langen Uni-Tag. Verzerrte Landschaften im Fenster, ein Klingeln in den Ohren von Gesprächen nebenan. Und dann habe ich mir vorgestellt, zu welchem Film diese Songs der Soundtrack wären. Alle Tourdaten gibt es hier



Barns Courtney / 29. Oktober im Festsaal Kreuzberg, Berlin

Es gibt neue Musik von Barns Courtney! Vorantreibend, entrüstet oder euphorisch. Die Hymnen für einen Moment voll Tatendrang. Im gleichmäßigen, schwerwiegenden Rhythmus, die Arme ausgebreitet und das Scheinwerfer wirft goldenen Schatten. Oder so ähnlich - erfahren werden wir es beim Konzert am 29. Oktober. Alle Tourdaten gibt es hier.



Circa Waves / 30. Oktober im Musik & Frieden, Berlin
Wenn ich ganz tief im Blog-Archiv krame, finde ich noch diesen Konzertbericht vom Frühjahr 2017. Zitat: "Circa Waves sind definitiv einen Konzertbesuch wert, es war einfach mega geil und ich freue mich darauf, wenn die Jungs das nächsten Mal einen Tourstop in Deutschland einlegen". Nun denn, daran hat sich bis heut nichts geändert. Meine Vorfreude ist entfacht, die Texte werden geübt und vielleicht vergisst das Quartett aus Liverpool diesmal auch nicht ihre CDs zum neuen Album. Alle Tourdaten gibt es hier.



Für den Reformationstag stecke ich in einem planungstechnischen Dilemma. Bekanntlich kann man schlecht auf drei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, auch wenn ich das in diesem Fall gern würde. Erbarmt sich jemand und hilft mir bei der Entscheidung? Oder hilft aus mit einem Bericht zu den beiden Konzerten, zu denen ich es nicht schaffe?


K.Flay / 31. Oktober im Astra Kulturhaus, Berlin
Diese Frau transportiert so viel Energie in ihren Songs. Düster brodelnd, ein Gerüst aus schnellen Versen und einprägsamen Refrains. Dass das Debüt der Sängerin  schon 15 Jahre zurückliegt, realisiere ich irgendwie jetzt erst. Mich haben die neuen sowie alten Songs gefesselt. Perfekt für die Workout-Playlist und ein Abend im schwitzigen Club, die Luft elektrisiert, wenn K.Flay ihren Mix aus Rock, Hip-Hop und elektronischen Elementen präsentiert. Alle Tourdaten gibt es hier.



Dominic Fike / 31. Oktober im silent green, Berlin

Das Musikerdasein des jungen Künstlers aus Florida reicht noch nicht so weit zurück wie das von K.Flay und doch hat er in den USA einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Wie die meisten dort bin auch ich durch seinen Song "3 Nights" auf ihn aufmerksam geworden. Jetzt kommt er das erste Mal auf Tour nach Europa. Ob sich seine lockeren Melodien auf den Bühnen beweisen, gilt es herauszufinden. Alle Tourdaten gibt es hier.



IDER / 31. Oktober im Frannz Club, Berlin
Zu guter Letzt ein Duo aus London. Die zwei Frauen spielten vor wenigen Tagen beim Reeperbahn Festival, jedoch gelang es mir nicht, einen Platz im Club zu ergattern. So wäre dieses Konzert nochmal eine Chance den leuchtenden Gesang gänzlich entfaltet zu erfahren. Die Melodien sanft und zurückhaltend. Wärmende Atmosphäre, ein ruhiger Ausklang des Abends. Alle Tourdaten gibt es hier.




Foto & Text: Annekatrin